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Geistliche Gedanken und Gebetsimpulse für Daheim

Gedanken zum Hochfest Fronleichnam

Bei gewöhnlichen Demonstrationen halten die Leute Plakate hoch, mit denen sie andere auf etwas hinweisen wollen. Die anderen sollen lesen, was sie besser tun oder lassen sollten. Das eucharistische Brot in der Monstranz ist sowohl von vorn als auch von hinten zu betrachten und zu lesen. Ich zeige es also nicht nur anderen und demonstriere meinen Glauben an den, der sich mit Leib und Blut hingibt für das Leben der Welt. Indem wir uns die Hostie vor Augen halten (lassen), erinnern wir uns auch selbst daran, dass Jesus für uns, für mich gestorben und auferstanden ist, dass ich ein Korn, eine Traube bin, die mit anderen zusammen Gemeinde und Kirche bildet und wir ermahnen uns, immer mehr in das überzugehen, was wir empfangen, den Leib Christi.

Das Sauerteig-Prinzip

Wenn Jesus die Wirkung des Reich Gottes mit dem Durchsäuern eines Teiges vergleicht, kommt Johanna Beck, Redakteurin der Zeitschrift „Christ in der Gegenwart“, das Motto „kleine Ursache – große Wirkung“ in den Sinn. Denn es fasziniere sie immer wieder aufs Neue, wie die Zugabe von einer kleinen Menge Anstellgutes einen Berg aus Wasser, Mehl und Salz in einen lebendigen und voluminösen Brotteig verwandeln könne. Ebenso könne die erlösende Botschaft Jesu, sollten wir Christen die Welt auf positive Weise durchwirken, verwandeln und so das Reich Gottes aufleuchten lassen.

Zugleich verrate das Sauerteig-Prinzip etwas darüber, wie mit der kostbaren Botschaft vom Reich Gottes umzugehen sei. Denn Sauerteig wurde teilweise über Jahrhunderte hinweg von Haushalt zu Haushalt weitergegeben, wobei er ständig genährt, neu belebt und in verantwortungsvollen Händen weitergetragen werden musste. Auch habe immer wieder eine gute Balance aus überliefertem Anstellgut und frischen Backzutaten, aus Altem und Neuem, aus Tradition und Innovation gefunden werden müssen.

Zu den spannendsten Momenten des Sauerteigbackens gehöre es aber, nach Heranzüchten, Gehenlassen, Kneten und Backen am Ende den fertigen Laib aus dem Ofen zu holen und seine Form und ganz eigene Maserung in Augenschein zu nehmen. „Es sind“, konstatiert Beck, „diese individuellen Muster, Risse und Narben, die jedes Brot – und jeden Menschen – so einzigartig und schön machen.“

Nach: Johanna Beck, Das Sauerteig-Prinzip, Christ in der Gegenwart 45/2023, 12-14.

Zusammengestellt von Pfarrer Dr. Thomas Stübinger

Tipps für Gottesdienste im Fernsehen oder Rundfunk

Auf der Bistumshomepage haben wir Möglichkeiten zusammengestellt, um Eucharistiefeiern im Internet, Fernsehen und Radio mitzufeiern.

https://www.bistum-eichstaett.de/coronavirus/gottesdienstuebertragungen/

Es ist dort leicht möglich, die Lesungen des Tages zusammen mit einem kleinen Kommentar zu finden.

Zahlreiche, sehr empfehlenswerte geistliche Impulse finden Sie auch unter: www.katholisch.de